Wie mutig wollen wir sein?
Gleich zu Beginn des Projektes stellten wir diese Frage, und die Bibliothek hat sie mutig beantwortet. Sie ließ sich darauf ein, ihre Ausstellung abseits von Vitrinen und Wandflächen zu denken. Und so weiteten wir sie aus. Auf das ganze Studienzentrum. Mit der Fläche wuchs das Vertrauen. Gemeinsam entwickelten wir Konzept und Ideen. Daraus wurde eine Ausstellung, die sich den Aufgaben der Bibliothek spielerisch stellt: in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Der Ort erzählt
Vorne anfangen? Muss man nicht. Diese Ausstellung liest sich wie ein Lexikon: Aufschlagen, wo man Lust hat. Einfach treiben lassen, das ganze Alphabet entlang.
Jeder Buchstabe sitzt, wo er hingehört. Im Bücherkubus steckt das E für Enzyklopädie, das R in der Romanbibliothek. Den Rest verrät die Ausstellung.
Ein blau-weißer Faden zieht sich durch die Räume und hält die Orte verbunden. Zwei Farben, die sich in die Architektur einfügen, statt sich vor sie zu drängen. Beide leiten sich konzeptionell ab: Blau für Konzentration auf das Wesentliche, für Vertrauen und Beständigkeit. Weiß für das unbeschriebene Blatt. Ein Farbpaar, das zugleich zurückblickt und nach vorn.
Antwort erwünscht
Eine Ausstellung, die zum Mitmachen einlädt, will auch hören, was ankommt. Mehrere Stationen fragen die Besuchenden nach ihrer Nutzung der Bibliothek, eine davon ist die Feedback-Box.
Die Antworten fallen herzlich aus. Auf den Feedback-Karten klingt es direkter: „erfrischend jung, informativ, interessant, einfach super gemacht!“ Und kürzer: „Die neue Ausstellung ist exzellent!
Die FAZ widmete der Schau eine ganze Besprechung und sah in ihr eine „begehbare Enzyklopädie“, die Augen öffnen kann.
Weitere Einblicke erhalten Sie hier:
https://publikationen.klassik-stiftung.de
Bildnachweis: Alle Abbildungen © Klassik Stiftung Weimar, Fotos: Henry Sowinski
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